CREW NOTEBOOK CSA

No. 1994

A world without pioneers, without people with an urge for something new, would not be our world as it is today.Welcome to our mission - Welcome to our Universe! S T E V E N B A UMG A E R T N E R flight captain

4 5 #01 Bluetooth 14-21 #02 Induktion 22-29 #03 USB 30-35 #04 Batterien 36-41 #05 notizbuch 42-49 #06 Stifte 50-63 #07 Isolierung 64-81 #08 kunststoffe 82-95 #09 porzellan 96-105 #10 glas 106-113 #11 astrokost 114-125 #12 hygiene 126-133 #13 werkzeug 134-149 #14 metalle 150-159 #15 fiberglas 160-167 #16 uhren 168-173 #17 uv 174-183 #18 plüsch 184-189 #19 mikrofaser 190-201 #20 textilien 202-229 #21 mützen 230-255

“No Mission without a Vision!” “Jede Mission ist anders!” “Ohne Plan keine Chance!” S T E V E N B A UM - G Ä R T N E R S I MO N M E R K E L F L O R I A N S T I N D L S K I L L S S K I L L S S K I L L S T E A MW O R K T E A MW O R K T E A MW O R K C O O P E R AT I V E C O O P E R AT I V E C O O P E R AT I V E O R G A N I Z I N G O R G A N I Z I N G O R G A N I Z I N G Flight Commander Flight Captain Flight Captain “Erfahrung ist das A und O!” “Struktur und Plan sind essentiell!” “Ausdauer gehoeren auf jede Mission!” C H R I S T O P H L U T H E D I A N A B O L Z E MMA S K I L L S S K I L L S S K I L L S T E A MW O R K T E A MW O R K T E A MW O R K C O O P E R AT I V E C O O P E R AT I V E C O O P E R AT I V E O R G A N I Z I N G O R G A N I Z I N G O R G A N I Z I N G Mission Specialist Mission Specialist Mission Specialist

B J Ö R N K A I S E R H E I K E E D E L - MA N N R E B E C C A K E T T E N - MA N N S K I L L S S K I L L S S K I L L S T E A MW O R K T E A MW O R K T E A MW O R K C O O P E R AT I V E C O O P E R AT I V E C O O P E R AT I V E O R G A N I Z I N G O R G A N I Z I N G O R G A N I Z I N G Mission Specialist Mission Specialist Mission Specialist M I C H A E L B I E N E R T M E L I N A L U K A S S E C K P A U L A M E D E R T S K I L L S S K I L L S S K I L L S T E A MW O R K T E A MW O R K T E A MW O R K C O O P E R AT I V E C O O P E R AT I V E C O O P E R AT I V E O R G A N I Z I N G O R G A N I Z I N G O R G A N I Z I N G Mission Specialist Mission Specialist Mission Specialist “Jede Mission ist eine Reise wert!” “Mut und Weitblick sind unerlaesslich!” “Ehrgeiz und Energie braucht jede Mission!” “Es gibt immer einen Plan B!” “Ohne Struktur geht nichts!” “Frische Ideen sind unersetzlich!”

Unser erster Ausseneinsatz

C O N N E C T E T E U C H M I T U N S E R E N T E C H N O L O G I E N U N D S O R G T F Ü R S T I MMU N G ! 14-21

16 17 und letztendlich auf den Markt gebracht? Gegründet wurde Bluetooth von Jacobus Cornelius Haarsten. Er studierte 1986 Ingenieurwissenschaften in Delft, einer kleinen Stadt in den Niederlanden. Er absolvierte das Studium mit einem Master of Science in Elektrotechnik. Zunächst arbeitete er bei Siemens und Philips, bis er letztendlich bei Ericsson einstieg und anfing, an der drahtlosen Funktechnik zu arbeiten. Der Name Bluetooth, übersetzt Blauzahn, stammt vom dänischen König Harald Blauzahn. Er lebte im 10. Jahrhundert und vereinte damals Dänemark, Schweden und Norwegen zu einem Königreich. Da Jacobus Haarsten sich zu der Zeit, als er Bluetooth entwickelte, für die Wikingerzeit und generell für den Dänen-König interessierte, benannte er sein Projekt, das ursprünglich RS-232-Telekommunikationskabel hiess, Bluetooth. Das Bluetooth-Symbol besteht aus den Initialen von König Blauzahn, das in Runen-Schrift dargestellt wurde. In der Wikingerzeit und dem Mittelalter war es üblich, mit dem verkürzten Runenalphabet mit 16 Runen zu schreiben. Das H für Harald ist die Rune Hagalaz und das B für Blauzahn ist die Rune Berkano. Die vollflächig veredelte Bluetooth Box aus unserer CSA-Collection ist ganz bestimmt ein Eyecatcher. Mit dem CSA-Logo im Vordergrund und dem Orbit dahinter sieht es sehr spacig aus. Ebenso spacy ist der Speaker, dessen Oberfläche an die des Mondes erinnert. Dazu leuchtet sie auf ihrem CSA gebrandeten Holzstand wie eine Lampe. D A V O N H A T WO H L J E D E R S C H O N G E H Ö R T B L U E T O O T H B L U E T O O T H Bluetooth ist eine bekannte Technologie, die in den 1990er-Jahren entwickelt wurde und mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt ist. Es handelt sich um einen Funkstandard, der in die verschiedensten digitalen Geräte eingebaut ist und die Übertragung von Daten, Musik, Videos und Bildern auf kurze Distanz ermöglicht. Bluetoothfähige Geräte senden und empfangen Signale durch einen eingebauten Chip, geben dann ihre 48-Bit lange Seriennummer frei, damit andere Geräte die Seriennummer empfangen und sich mit dem anderen Gerät verbinden können. Bluetooth wird mittlerweile in vielen Bereichen eingesetzt. Diese Funktion wird nicht nur noch im PC, Smartphone und in Kopfhörer verbaut, auch in der Industrie, Haustechnik und Medizintechnik wird Bluetooth bereits eingesetzt. Aber woher kommt das Wort Bluetooth überhaupt? Wer hat es entwickelt

18 19 F U N D S TU E C K# 5 8 : B L U E TO O TH B O X Eine längliche Box , die Musik zu machen scheint . Vollflächig ist das CSALogo und der cyber - Orbit zu erkennen . Die Box an sich ist schwarz - matt . Auf der Rückseite befinden sich diverse Bedienknöpfe . Zudem ist an ihr ein Textilband befestigt , an dem man die Box wohl bequem tragen oder an einem Gegenstand befestigen kann . Die Box ist staub - und wasserresistent und bietet eine Akkulaufzeit von 1 2 Stunden . Entdeckt: 23.07.1999 Entdeckt von: Christoph Luthe FACTS Geo-Koordinaten: 38° 25’ N, 27° 9’ W Materialzusammensetzung: Kunststoff, Polyester Größenangaben: Ø 7,6 x 21,8 cm

20 21 F U N D S TU E C K# 0 6 : S P E A K E R Sieht aus wie der Mond . Diese Kugel scheint Lampe und Bluetooth Speaker in einem zu sein . Die Oberflächenstruktur gibt dem Produkt die besondere Haptik und wirkt noch besonderer mit der integrierten Leuchtfunktion . Auf einem , mit dem CSA- Logo gravierten , Holzsockel steht sie stabil im Raum . Entdeckt: 23.07.1999 Entdeckt von: Heike Edelmann FACTS Geo-Koordinaten: 47° 41’ N, 122° 12’ W Materialzusammensetzung: Kunststoff, Holz Größenangaben: 22 x 7 cm

22-29 E N E R G I E Ü B E R - T R A G U N G O H N E N E R V I G E K A B E L – W I R G E H E N M I T D E R Z E I T !

24 25 WA S I S T D A S D E N N F Ü R E I N A U S S E R G E WÖ H N L I C H E R F U N D ? I N D U K T I O N I N D U C T I ON Sieht aus wie ein Glasuntersetzer, nur in dicker und mit einem kleinen Kabel versehen. Was steckt in diesem kleinen Ding bloss alles drin und wozu genau braucht man es? Bei dem genannten Fund handelt es sich um ein Wireless Charging Pad. Im Grunde ist Wireless Charging ein alter Hut. Elektrische Zahnbürsten laden schon lange ihre Akkus induktiv auf, jedoch wurde im Jahr 2008 der Lade-Standard "Qi" oder "Qi Wireless Charging" vom Wireless Power Consortium 2008 entwickelt. Das Wort "Qi" kommt aus der chinesischen Sprache und bedeutet so viel wie "Lebensenergie". Durch diese Technologie gelingt es, Energie über geringe Distanzen zu übertragen. Das bedeutet, dass das Qi Wireless Charging eigentlich jedes Gerät, welches diese Technik unterstützt, aufladen kann. Am weitesten verbreitet ist sie jedoch bei Smartphones oder Smartwatches oder eben auch bei Zahnbürsten. Bereits 2009 liess sich das smarte Telefon, das "PalmPre", desPDA-PioniersmiteinemspeziellenCover für die Rückseite induktiv aufladen. 2012 baute Nokia die Wireless-Charging Technologie in die Lumia Reihe ein. Auch die grossen Hersteller Samsung und Apple schlossen sich nach einiger Zeit an und verbauten diese Technologie in ihren Smartphones. Das klingt alles interessant, doch wie funktioniert diese Technologie denn überhaupt? Betreffende Geräte können über den Qi-Standard geladen werden, indem man eine Ladestation als Sender verwendet und ein entsprechender Empfänger im Handy verbaut ist. Ein Magnetfeld im Inneren des Ladepads oder der Ladestation überträgt die Energie für den Handyakku von der Ladestation auf das Smartphone. Zwei hauchdünne Spulen im Wireless-Charging-Pad und an der Rückseite des Smartphones erzeugen das Magnetfeld. Die Spule in der Ladestation wandelt den elektrischen Strom in ein magnetisches Energiefeld um, welches die Energie auf das Smartphone überträgt. Die im Handy verbaute Spule transformiert diese Energie in Gleichstrom und leitet sie zum Akku weiter. Um den gewünschten Energiefluss zu erzeugen, müssen die Spulen direkt übereinander liegen, ein Verrutschen des Smartphones kann das Wireless Charging unterbrechen. Das bedeutet, der Strom wird während des gesamten Ladeprozesses induktiv zwischen den zwei Spulen übertragen, während das Smartphone auf der ausgewählten Ladestation steht oder liegt. Während dieser induktiven Übertragung werden weitere Daten ausgetauscht, welche für die Regulierung und Optimierung des gesamten Ladeprozesses genutzt werden können. Mit diesem spannenden Fund im CSA-Design können alle Smartphones mit ein und demselben Pad geladen werden. Es werden keine unterschiedlichen Kabel benötigt. Ausserdem kann das extra flache Wireless Charging Pad in so ziemlich alles integriert werden, wie beispielsweise in Autos oder Möbel.

26 27 F U N D S TU E C K# 5 9 : W I R E L E SS C H A RG E R Flacher , runder Gegenstand . Schwierig zu identifizieren . Es scheint Smartphones ohne Kabel laden zu können . Man legt sie wohl darauf und das Laden startet automatisch . In der Mitte ist das CSALogo mit Blick auf die Erde aus dem All zu erkennen . Aussenherum befindet sich ein rutschfester Silikonring zur besseren Haftung . Entdeckt: 04.06.2008 Entdeckt von: Diana Bolz FACTS Geo-Koordinaten: 35° 51’ 41.976” N, 104° 11’ 43.429” E Materialzusammensetzung: Kunststoff, Silikon Größenangaben: 9,9 x 9,9 x 1 cm

28 29 F U N D S TU E C K# 6 0 : W I R E L E SS B L U E TO O TH B O X Weisser , runder Lautsprecher mit grauem umlaufendem Textil . Es wirkt , als ob es ausdrucksstarken Sound erzeugt . Auf der Oberfläche ist eine induktive Ladestation integriert , die Smartphones automatisch auflädt . Beim Einschalten leuchten Lichtsignale für den Status des Ladevorgangs . Aufgrund der Grösse des Lautsprechers geht man von einem hohen Gewicht aus . Dem ist aber nicht so . Mit nur 500 Gramm ist er ziemlich leicht . Entdeckt: 23.07.1999 Entdeckt von: Melina Lukasseck FACTS Geo-Koordinaten: 47° 41' N, 122° 12' W Materialzusammensetzung: Kunststoff, Textil Größenangaben: 15 x 15 x 6,5 cm

USB ‘ 0 3 30-35 A U C H D I E U S B - T E C H N O L O G I E I S T I M W E L T R A UM A N G E K OMM E N !

32 33 H E U T Z U T A G E I S T D E R U S B - A N S C H L U S S K A UM N O C H W E G Z U D E N K E N U S B U S B Universell fast überall einsetzbar und für unterschiedliche Geräte zu gebrauchen. Doch das war nicht immer so. Früher benötigten Nutzer gefühlt für jedes Gerät ein anderes Kabel. Das änderte sich schliesslich erst 1996 mit dem sogenannten Universal Serial Bus (USB). Der Anschluss dient der Datenübertragung via Kabel oder kann in Verbindung mit einem Ladegerät zum Aufladen von Smartphones, Tablets und Co. verwendet werden. Auch die kleinen Datenspeicher, die USB-Sticks, sind aus dem heutigen Alltag kaum noch wegzudenken. Der USB-Stick wurde übrigens 1989 von Dov Moran und seiner Firma M-Systems entwickelt. Der erste Stick wurde unter dem Namen "Disk on Key" bekannt. Wie so oft entstand auch diese enorme Erfindung alleinig aus einem Problem, was einer Lösung bedarf. Dov Moran war verärgert über den Verlust wichtiger Dokumente, nachdem sein Computer abgestürzt war. Ein externes Medium musste her und schon war der USB-Stick erfunden. 2006 wurde das Unternehmen M-Systems für 1,6 Milliarden Dollar an SanDisk Corporation verkauft. SanDisk gilt heutzutage als einer der gängigsten und bekanntesten Hersteller von USB-Sticks und Speicherkarten. Die Formen wurden immer unterschiedlicher und die physische Grösse der Sticks nahm weiter ab, ebenso wie das Gewicht, während die Speicherkapazität stetig stieg. Schnell galt der USB-Anschluss als Standard, allerdings gibt es auch hier unterschiedliche Stecker und Buchsen. Im Laufe der Zeit variierten die Schnittstellen von USB über Mini-USB und später Micro -USB bis hin zum heutigen USB-C Anschluss. Die verschiedenen USB-Schnittstellen sind untereinander nicht kompatibel, was bedeutet, dass sich in ein Micro-USB-Port beispielsweise kein USB-C Kabel stecken lässt. Somit müssen die Nutzer auch heute noch darauf achten, welche Schnittstelle ihnen vorliegt und welches Kabel dafür das Richtige ist. So ganz hat sich der Kabelsalat also noch nicht aufgehoben. Dennoch hat die Erfindung des Universal Bus wenigstens ein gewisses Mass an Ordnung in das vorher undurchsichtige Dickicht an verschiedenen Kabeln und Buchsen gebracht. Vor allem die kleinen USB-Sticks gibt es mittlerweile in allen vorstellbaren Formen und Farben. Vor kurzem wurde sogar ein kleiner Astronaut gesichtet, der unter seinem Helm einen USB-Anschluss versteckt und damit als stylischer und praktischer Begleiter im Arbeitsalltag fungiert. Mit 32 GB bietet er genügend Speicherplatz für die nächste Mission.

34 35 F U N D S TU E C K# 0 5 : U S B - S T I C K A S TR O N A U T Praktischer USB - Stick im Astronauten - Design . Der kleine weisse Silikonastronaut sieht mit seinem grossen runden Helm fast schon süss aus . Wird der Helm vom Rest der Uniform abgezogen zeigt sich ein USB - Stick mit 3 2 GB Speicherkapazität . Praktisch und optisch einfach cool . Entdeckt: 01.11.1990 Entdeckt von: Rebecca Kettenmann FACTS Geo-Koordinaten: 40° 243’ N, 74° 0’ W Materialzusammensetzung: Metall, Kautschuk Größenangaben: 6 x 4 cm

‘ 0 4 BATTERIEN 36-41 E N E R G I E J E D E R Z E I T U N D Ü B E R A L L – S E I A U F A L L E S V O R B E R E I T E T !

38 39 E I N E D E R W I C H T I G S T E N E R F I N D U N G E N A L L E R Z E I T E N ? B A T T E R I E N B AT T E R I E S Die erste Batterie wurde um 1800 vom italienischen Physiker Alessandro Volta entwickelt. Seine Voltasäule bestand aus Kupfer, Zink und Salzwasser als Elektrolyt und löste in der Chemie einen Elektrizitäts-Boom aus. Rund 50 Jahre später entstanden die ersten massentauglichen wiederaufladbaren Blei-Säure-Batterien. Sie konnten nicht nur kostengünstig produziert werden, sondern speicherten gleichzeitig auch eine grössere Menge Strom. Es dauerte ein weiteres halbes Jahrhundert, bis Thomas Edison ein alkalisches Batteriesystem präsentierte. Bei diesem System war der Elektrolyt konstant und veränderte sich während der Reaktion nicht. Sie war bis in die 1990erJahre die meistverwendete wiederaufladbare Batterie bei Endverbrauchern. Der Amerikaner John B. Goodenough verwendete 1986 erstmals Lithium als Pluspol für Batterien und Akkus, wofür er 2019 den Chemie-Nobelpreis erhielt. Auf dieser Basis entwickelte Sony 1991 die neueste und wohl vielversprechendste Technologie, die Lithium-Ionen-Batterie. Sie ist mittlerweile in den meisten technischen Geräten verbaut und kommt auch bei Elektroautos und Solarzellen zum Einsatz. Lithium-Ionen werden auch bei der Herstellung von Powerbanks verwendet, und zwar als Akkuzellen. Powerbanks werden benötigt, um mobile Endgeräte aufzuladen. Die fortschreitende Miniaturisierung und die Entwicklung zu immer flacheren mobilen Endgeräten setzt der Kapazität der in die Geräte integrierbaren Akkus technische Grenzen. Mit Powerbanks kann man ein Smartphone beispielsweise bis zu dreimal wieder aufladen. Die Kapazitäten reichen von 5.000 bis zu 30.000 mAh. Die gängigsten Modelle haben aktuell um die 10.000 mAh Leistung. Dies reicht für 1-2 Ladungen. Ein integrierter Schaltregler dient der Stabilisierung der Ausgangsspannung und Strombegrenzung sowie der Steuerung der LEDs zur Anzeige des Betriebs- bzw. Ladezustands. Die Stromabgabe erfolgt über einen oder mehrere USB-Anschlüsse. Die CSA-Powerbank für unsere Mission bietet mit 20.000 mAh eine sehr starke Kapazität. Zudem hat sie ein hochwertiges AluminiumCase mit geriffeltem Gehäuse für sicheren Halt. Fast Charge und Power Delivery on top.

40 41 F U N D S TU E C K# 25 : P O W E R B A NK Dank dieser leistungsstarken Fast Charge Powerbank mit 20 . 000 mAh Leistung geht niemandem mehr so schnell die Power aus . Das seitlich geriffelte Gehäuse garantiert einen sicheren Griff und auf der schwarzen Oberfläche prangt der weisse CSA Logoschriftzug . Eine digitale Anzeige gibt den Ladestand der Powerbank in Prozent an und sie kann per Knopfbedienung ein - oder ausgeschaltet werden . Entdeckt: 06.09.2010 Entdeckt von: Simon Merkel FACTS Geo-Koordinaten: 47° 41’ N, 122° 12’ W Materialzusammensetzung: Aluminium, Kunststoff Größenangaben: 14,7 x 6,6 x 2,7 cm

‘ 0 5 42-49 G E N U G R A UM F Ü R W I C H T I G E I N F O R MA T I O N E N O D E R D I E K O O R D I N A T E N D E R N Ä C H S T E N M I S S I O N !

44 45 K L E I N E S B U C H M I T G R O S S E R G E S C H I C H T E N O T I Z B U C H N O T E B O O K Das Notitzbuch des 19. Jahrhunderts, zuvor Notierbuch im 18. Jahrhundert genannt, ist ein kleines Buch mit leeren Seiten, in das Notizen eingetragen werden. Bei systematischer Aufzeichnung von naturwissenschaftlichen Beobachtungen oder Messungen spricht man hingegen von Beobachtungsbuch oder Feldbuch. Die Geschichte des Notizbuches beginnt bei vielen Berühmtheiten wie Leonardo Da Vinci, Theodor Fontane, Ernest Hemingway oder Pablo Picasso. Diese Liste lässt sich nahezu unendlich fortführen, denn im kreativen Umfeld empfiehlt es sich immer, ein Notizbuch dabei zu haben, um spontane Ideen, Geistesblitze und Eindrücke notieren zu können, bevor der Impuls im Alltagsnebel verdunstet. Denn schöpferisch tätige Personen sehen, empfinden oder hören Nuancen, No t i z b u c h v o n H u m b o l d t die sie verinnerlichen und in ihren Kunstwerken zum Ausdruck bringen wollen. Ein wichtiger Unterschied zum Tagebuch ist, dass ein Notizbuch weder chronologisch angeordnet sein muss, noch einer persönlichen Note verpflichtet ist. Auch thematisch sind wir bei der Verwendung unserer Notizbücher nicht gebunden. Notizbücher laden seit jeher dazu ein, uns unserer ganz individuellen Bedürfnisse und Talente bewusst zu werden. Von Leonardo Da Vinci wird berichtet, dass er sein Notizbuch jederzeit am Gürtel trug. Seine Notizbücher zeugen von der enormen Bandbreite seiner Interessen: Kunst, Musik, Geometrie, Astronomie, Biologie, Anatomie. Das Notizbuch war der Begleiter eines Universalgelehrten par excellence. Pablo Picasso beispielsweise füllte 175 Notizbücher, die er wie seinen Augapfel zu hüten wusste. Trotz der Digitalisierung sind Notizbücher heute nicht mehr wegzudenken. Und es gibt sie mittlerweile kreativer denn je mit angenehmer Haptik, durchdachtem Design, es ist ein Spiel mit Formen und Farben - einfach individuell. Klar, dass es für unsere Mission ein ganz individuelles Notizbuch gibt. Seine Oberfläche schimmert wie der Weltraum und trägt ein grosses 3D-Patch mit einer Rakete, die durch das All fliegt. Der Muschelkalkstift ist direkt an der praktischen Stifteschlaufe befestigt. Im Inneren offenbart sich ein supercooles Lesezeichen, interessante Informationen rund um das Thema Weltraum, ein paar Sternenbilder und natürlich viel Platz zum Schreiben.

46 47 F U N D S TU E C K# 0 4 : N O T I Z B U C H Notizbuch , das ein 3D Hologramm - Label auf dem Cover mittig platziert . Die vorderen Seiten des Buches behandeln das Weltall , wobei die Notizbuchseiten im CSADesign schlicht gehalten sind . Auf unterschiedlichen Seiten sind darüber hinaus Sternenbilder eingefügt . Das weckt zusätzlich die Lust auf ferne Galaxien . Entdeckt: 14. Jahrhundert Entdeckt von: Simon Merkel FACTS Geo-Koordinaten: 42° 17’ N, 71° 54’ W Materialzusammensetzung: FSC-zertifiziertes Papier Größenangaben: 21 x 15 cm

48 49 F U N D S TU E C K# 07 : S T I C K E R B O G E N " Welcome to our Universe " Stickerbogen mit fünf verschiedenen Stickern in Mattschwarz . Jede Mission ab 20 1 8 besitzt ihren eigenen individuellen Sticker , gekennzeichnet mit der Raumstation , dem Astronauten oder den Raketen . Auch das CSA- Letterlogo fehlt nicht . Entdeckt: 16.09.1935 Entdeckt von: Michael Bienert FACTS Geo-Koordinaten: 35° 28’ N, 97° 31’ W Materialzusammensetzung: PVC-Folie Größenangaben: Diverse Größen

‘ 0 6 50-63 H A L T E D E I N E K R E A T I V I T Ä T F E S T !

52 53 D I E E N TW I C K L U N G U N S E R E R Z I V I L I S A T I O N G E H T H A N D I N H A N D mit Kommunikation und deren Aufzeichnung. Ob früher auf Höhlenwände geritzt oder heute in Tablets getippt, über Zeichen und Schrift drückt der Mensch Gedanken und Gefühle aus, seitdem er Mensch ist. Sobald er Materialien fand, mit denen er malen, ritzen, stempeln und schreiben konnte, war der Weg zu Zeichen und Schriften gebahnt. Je komplexer die sozialen Strukturen wurden, umso dringender wurden Aufzeichnungen benötigt. Bereits vor 5.000 Jahren soll es in Ägypten die ersten Bleistift-Versionen gegeben haben, bei denen dünne Schilf-, Bambus- oder Papyrusrohre mit flüssigem Blei ausgegossen waren. Etwa 3.000 Jahre später, so überlieferte es der römische Gelehrte Plinius, wurden reine Bleigriffel verwendet. Diese wurden anfänglich S T I F T E WR I T I NG U T E N S I L S verwendet, um vor allem Mengen und einfache Rechnungen festzuhalten, also Besitz und Handel zu dokumentieren. Aus schwerfälligen Bilderschriften wie den Hieroglyphen und Keilschriften entstanden stilisierte, abstraktere Zeichen, bei denen ein Zeichen nicht mehr ein Wort, sondern nun mehr nur noch einen Laut darstellten. Die Schrift wurde damit komplexer, aber genauer. Das daraus entstandene, komplizierte Schriftsystem war so erfolgreich, dass es 3.000 Jahre unverändert bestehen blieb, um 1.500 vor Christus aber durch die Revolution des Alphabets abgelöst wurde. Mit nur 26 Buchstaben in verschiedenen Kombinationen lassen sich damit alle Wörter der deutschen Sprache niederschreiben. Die ebenfalls benötigten Schriftträger wie Papyrus und Leder begleiteten die Entstehung von Schrift. Die Ursprünge liegen vor rund 5.000 Jahren in Ägypten. Die Kenntnis des Papiermachens gelangte dann von China über die afrikanische Nordküste nach Spanien und so nach Europa. Die ersten Papiere wurden überwiegend mit angespitzten Knochen, Rohrpflanzen und Federkielen beschrieben. Mit Tinten aus anfänglich einer Mischung aus Ru,ß aus Kiefernrauch und Lampenöl, oder der Verwendung natürlicher Farbstoffe und Farben, zuletzt einem Verbund aus Eisensalzen, Nüssen und Gummi. Erst im 12. Jahrhundert entwickelte man Griffel aus Blei-Legierungen, deren Spitzen mit aufgelötetem Silber veredelt wurden - die sogenannten Silberstifte. Das Schreibgerät, das am längsten in der Geschichte dominierte, war der Federkiel, vom 4. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts dienten Federn als Schreibgerät. Erst dann bohrte der amerikanische Versicherungsvertreter Lewis E. Waterman hauchdünne Kanäle in das Griffstück zwischen dem Tintentank und der Schreibfeder. Damit floss die Tinte gleichmässiger und der erste Füllfederhalter war gewissermassen erfunden. Einen wahren Siegeszug feierte ausserdem der Kugelschreiber, an dem schon Galileo Galilei experimentierte. Die Grundform des heutigen Kugelschreibers wurde von dem ungarischen Tüftler Ladislao José Biro 1938 zum Patent angemeldet. Kein Klecksen, kein Eintrocknen, kein Verschmieren mehr - der Siegeszug war quasi unaufhaltsam und bestimmt unser Schreiben trotz der Konkurrenz durch Tastaturen und Touchpads bis heute. Mit einem Preis von umgerechnet etwa 160 D-Mark waren die ersten Kugelschreiber noch alles andere als ein Massenprodukt. Das änderte sich aber schon ab 1950 mit dem BIC Cristal, der bereits das Label trug und bis heute über unglaubliche 100 Milliarden Mal verkauft wurde. In unserer CSA-Collection gibt es verschiedene Schreibgeräte zu entdecken. Ein Kugelschreiber aus Muschelmaterial, ein schwarz-matter Kugelschreiber, einer aus Carbonfaser oder ein nahezu endlos schreibender Graphitstift.

54 55 F U N D S TU E C K# 0 5 : KU G E L SC HR E I B E R Ein aus Muschelmaterial existierender Kugelschreiber , der mit einem Metallclip veredelt ist . Dieser kann mit einem Druck individualisiert werden . Besonders die Struktur des Materials fällt ins Auge und weist eine ordentliche Haptik auf . Entdeckt: 10.06.1943 Entdeckt von: Rebecca Kettenmann FACTS Geo-Koordinaten: 48° 51’ N, 2° 21’ O Materialzusammensetzung: 70 % recycelter Kunststoff, 30 % recycelte Muschelschalen Größenangaben: 15 x 0,5 cm

56 57 F U N D S TU E C K# 26 : KU G E L SC HR E I B E R Schreibgerät in eigener Verpackung . Es ist schwarz - matt mit silbernem CSA- Logo . Auch der Clip und die Spitze erscheinen in Silber . Es wirkt sehr edel vor allem durch die schwarze Schachtel , in der es auch gefunden wurde . Entdeckt: 10.06.1943 Entdeckt von: Paula Medert FACTS Geo-Koordinaten: 1° 29’ N, 0° 37’ W Materialzusammensetzung: Metall Größenangaben: 14 x 1,5 cm

58 59 F U N D S TU E C K# 27 : KU G E L SC HR E I B E R C A R B O N Eleganter MetallDrehkugelschreiber mit Schaft aus Carbonfaser in Schwarz . Mit silbernem Metallclip , gleichfarbiger Metallspitze und der praktischen Softdreh - Mechanik punktet dieser Kugelschreiber nicht nur mit einzigartigem Design , sondern auch mit unschlagbarer Funktion . Der schwarze Carbonschaft ist zusätzlich mit weissem CSALogodruck veredelt . Entdeckt: 10.06.1943 Entdeckt von: Melina Lukasseck FACTS Geo-Koordinaten: 1° 29’ N, 0° 37’ W Materialzusammensetzung: Metall, Carbonfaser Größenangaben: 14 x 2 cm

60 61 F U N D S TU E C K# 5 3 : GR A P H I T S T I F T E N D L E SS Endloser Schreib - und Zeichenspass . Nie mehr abgebrochene Minen , stattdessen nachhaltige Endlosspitzen für bis zu zwanzig Kilometer Schreiblänge . Die Spitzen sind austauschbar , radierbar und unzerbrechlich . Der matt - schwarze Bleistift ist nicht nur optisch super stylisch , sondern dazu noch unfassbar praktisch . Entdeckt: 1790 Entdeckt von: Michael Bienert FACTS Geo-Koordinaten: 30° 03’ N, 31° 15’ O Materialzusammensetzung: Aluminium, Metall Größenangaben: 14,7 x 1 x 1 cm

62 63 F U N D S TU E C K# 6 1 : GR A P H I T S T I F T W O O D Länglicher , schmaler Stift . Könnte eine Art Bleistift sein . Benutzt man ihn , merkt man jedoch schnell , dass er sich gar nicht abnutzt . Er scheint aus dem viel härteren Material zu bestehen . Mit ihm schreibt man nahezu unendlich , ohne dass man ihn anspitzen muss . Entdeckt: vor rund 5000 Jahren Entdeckt von: Heike Edelmann FACTS Geo-Koordinaten: 47° 41’ N, 122° 12’ W Materialzusammensetzung: Metall, Graphit Größenangaben: 15,6 x 1,2 cm

‘ 0 7 I M W E L T R A UM H E R R S C H E N – 2 7 0 G R A D . U N D T R O T Z D E M H A T A L L E S D I E R I C H T I G E T E M P E R A T U R ! 64-81

66 67 D E R K A F F E E Z UM M I T N E HM E N I S T H E U T E N I C H T M E H R W E G Z U D E N K E N I S O L I E R U N G I N S U L AT I ON und wenn er länger warm bleiben soll, geht es nicht ohne Isolierbecher. Zuhause schnell einen Kaffee gemacht, ab ins Auto und - oh nein, der Kaffee ist kalt. Wer kennt das nicht und kalter Kaffee geht gar nicht! Die Lösung? Ja genau, der Isolierbecher. Aber wer hat ihn entwickelt und wie funktioniert er? Die Grundfunktion des Isolierbechers ist die Verzögerung des Ausgleichs der Temperaturen der inneren kalten oder warmen Flüssigkeit mit der Aussentemperatur. Mit anderen Worten: die Flüssigkeit im Inneren bleibt entweder länger warm oder länger kalt. Das liegt an der Konstruktion des Bechers, denn er besteht aus einer Aussenhülle, einem inneren Gefäss und einem luftdichten Verschluss. Während die Aussenhülle kaum eine Bedeutung für die Isolierung hat und eher ästhetische Hintergründe besitzt, ist das innere Gefäss für die Isolierung verantwortlich. Dieses Isoliergefäss ist doppelwandig und besteht meist aus Edelstahl. Der Edelstahl macht den Isolierbecher zugleich bruchsicher, belastbar und somit langlebiger. Die Isolierfähigkeit ist gegeben, weil zwischen den beiden Wänden des Gefässes ein Vakuum vorhanden ist. Als Vakuum bezeichnet man in der theoretischen Physik einen Raum ohne Materie. Das führt dazu, dass die Wärme- und Kälteleitung unterbrochen, beziehungsweise stark verlangsamt wird. Dieses doppelwandige Gefäss nennt man auch Dewargefäss. Meist gibt es noch eine extra aufgetragene und reflektierende Silberschicht im Innenraum des Isolierbechers, wodurch sich zusätzlich die Wärme- oder Kältestrahlung nach aussen verringert. Der heutige Isolierbecher geht grundsätzlich auf die klassischen Formen von Humpen, Bechern bzw. Tassen zurück. Das zugrunde liegende Isolier-Prinzip wurde vom schottischen Chemiker und Physiker James Dewar erfunden. Die Entwicklung begann 1874 mit der Verwendung eines Isoliergefässes und mündete 1893 in der Erfindung eines aus doppelwandigem, verspiegeltem Glas bestehenden evakuierten Transport- und Lagergefässes für flüssige Gase (Dewar-Gefäss). Unabhängig von ihm entdeckte auch der Chemnitzer Professor Adolf Ferdinand Weinhold das Prinzip und beschrieb 1881 eine Vakuum-Mantelflasche in seinem Lehrbuch. Den ersten Schritt hin zur kommerziellen Nutzung vollzog jedoch der Deutsche Reinhold Burger. Dieser griff die Idee des Vakuummantels auf, erforschte die Nutzung dieses Prinzips und liess die Isolierkanne am 1. Oktober 1903 als Patent registrieren. Nach dem Verkauf des Patents 1909 an die Thermos AG begann 1920 die Serienproduktion. Bis heute prägen die Begriffe Thermoskanne oder Thermobecher die Welt der Gefässe. Seitdem 1983 in den USA der erste Minivan mit Getränkehalter auf den Markt kam und viele Restaurants und Cafés passende Gefässe in ihr Sortiment aufnahmen, nahm das Ganze seinen Lauf. Wir haben unterschiedliche Isobecher gefunden und in unsere Kollektion aufgenommen. Ob aus Kunststoff, Glas oder Edelstahl, mit besonderen Verschlüssen oder spezieller Haptik, hier bieten wir eine breite Auswahl.

68 69 F U N D S TU E C K# 1 2 : TR I NKF L A SC H E Trinkflasche mit interessantem Deckel zum Drücken . Der Deckel ist dicht und es tritt keine Flüssigkeit aus . Die Flasche besteht aus Stahl und scheint Getränke besonders lange eiskalt zu halten . Der Korpus der Flasche hat eine geriffelte Oberfläche , an der man sie besonders gut packen kann . Entdeckt: 06.09.1903 Entdeckt von: Diana Bolz FACTS Geo-Koordinaten: 51° 31’ N, 0° 7’ W Materialzusammensetzung: Rostfreier Stahl Größenangaben: 24,6 x Ø 7,5 cm, 750 ml

70 71 F U N D S TU E C K# 1 1 : I SO B E C H E R Becher , der sich anfühlt und aussieht als könnte er Getränke warm bzw . kalt halten . Er ist doppelwandig und verfügt über einen Deckel mit Push - Button . Das Öffnen und Schliessen der Trinköffnung funktioniert sehr leicht und einhändig . Der Boden des Bechers ist gummiert , wodurch er vermutlich einen sicheren Stand auf glatten Oberflächen hat . Vor der Entdeckung glitzerte der Becher auffallend . Entdeckt: 06.09.1903 Entdeckt von: Bjoern Kaiser FACTS Geo-Koordinaten: 51° 31 ‘ N, 0° 7’ W Materialzusammensetzung: Edelstahl Größenangaben: 21 x Ø 7,4 cm, 450 ml

72 73 F U N D S TU E C K# 6 6 : TH E RM O B E C H E R M I T B O R O S I L I K AT Silberner Thermobecher mit schwarzem CSALogodruck . Dieser Medium - Size Becher bietet dank seiner einzigartigen Verbindung von Edelstahl und Borosilikat perfekte thermische I solation . Der doppelwandige Becher mit Vacuum und dem einzigartigen Borosilikatedelglas sorgt für Gourmettrinkgenuss . Er ist robust , auslaufgehemmt und der wahre Clou ist , dass der Stahl und der Glasbecher leicht voneinander zu trennen sind und damit eine einzelne Verwendung unkompliziert möglich ist . Entdeckt: 06.09.1903 Entdeckt von: Emma FACTS Geo-Koordinaten: 51° 31’ N, 0° 7’ W Materialzusammensetzung: Metall, Glas, Kunststoff, Silikon Größenangaben: 8 x 8 x 17 cm, 380 ml

74 75 Eine gewaltige Flasche . Gross und schwarz wie die Nacht . Nur das CSA- Logo leuchtet in Weiss . Sie wirkt sehr robust und stabil und bietet dank ihrer Grösse Platz für ausreichend Flüssigkeit . Sie ist leicht zylinderförmig aufgebaut und sorgt mit ihren zwei grossen Griffmulden an beiden Seiten für den perfekten Tragekomfort . Das CSA- Logo ist zudem oben auf dem Flaschenkopf in Silikon geprägt . Und " please remove before refresh " ! Der Boden der Flasche besteht aus einem hochwertigen thermoplastischen Kunststoff für beste Stand- festigkeit und Oberflächen - schutz . F U N D S TU E C K# 67 : TR I NKF L A SC H E Entdeckt: 06.09.1903 Entdeckt von: Heike Edelmann FACTS Geo-Koordinaten: 51° 31’ N, 0° 7’ W Materialzusammensetzung: Rostfreier Stahl Größenangaben: 29 x Ø 9 cm, 750 ml

76 77 F U N D S TU E C K# 6 6 : TH E RM O B E C H E R M I T B O R O S I L I K AT Anthrazitfarbener Thermobecher mit weissem CSA- Logodruck . Dieser Medium - Size Becher bietet dank seiner Verbindung von Edelstahl und Borosilikat perfekte thermische I solation . Der doppelwandige Becher mit Vacuum und dem einzigartigen Borosilikatedelglas sorgt für Gourmettrinkgenuss . Er ist robust , auslaufgehemmt und der wahre Clou ist , dass der Stahl und der Glasbecher leicht voneinander zu trennen sind und damit eine einzelne Verwendung unkompliziert möglich ist . Entdeckt: 06.09.1903 Entdeckt von: Melina Lukasseck FACTS Geo-Koordinaten: 51° 31’ N, 0° 7’ W Materialzusammensetzung: Metall, Glas, Kunststoff, Silikon Größenangaben: 8 x 8 x 21,5 cm, 580 ml

78 79 F U N D S TU E C K# 1 5 : I SO F L A SC H E R E F L E KT I E R E N D Auffallend reflektierende Flasche aus stabilem Material . Der Edelstahldeckel wirkt robust und auslaufsicher . Auf der Flasche ist ein 4c Druckbild zu erkennen . Es zeigt eine Rakete , die ins Weltall zu fliegen scheint . Entdeckt: 06.09.1903 Entdeckt von: Florian Stindl FACTS Geo-Koordinaten: 51° 31’ N, 0° 7’ W Materialzusammensetzung: Edelstahl Größenangaben: 25,8 cm x Ø 6,7 cm, 500 ml

80 81 F U N D S TU E C K # 1 3 : TR I NKF L A SC H E + S P O RTSC A P Grosse Edelstahlflasche mit aussergewöhnlichem Deckel . Die Flasche lässt sich scheinbar in drei Teile zerlegen . Der untere grössere Teil der Flasche besteht wohl aus Edelstahl und lässt auf die Verwendung von Kaltgetränken schliessen . Das mittlere Stück sieht , wenn man es herumdreht , aus wie ein Becher . Zur Verwendung darf man den oberen Verschluss jedoch nicht abdrehen . Mit dieser Flasche hat man also vielfältige Trinkmöglichkeiten und kann sich , dank integriertem Becher , sogar teilen . Entdeckt: 06.09.1903 Entdeckt von: Christoph Luthe FACTS Geo-Koordinaten: 51° 31’ N, 0° 7’ W Materialzusammensetzung: Edelstahl Größenangaben: 26 cm x Ø 8 cm, 800 ml

‘ 0 8 KUNSTSTOFF F Ü R J E D E N E I N S A T Z D A S R I C H T I G E MA T E R I A L ! 82-95

84 85 K U N S T S T O F F E , A U C H P O L Y M E R E G E N A N N T , WA S “ V I E L T E I L ” B E D E U T E T K U N S T S T O F F P L A S T I C finden schon seit langer Zeit in der Menschheitsgeschichte ihren Gebrauch. Sie bestehen aus einzelnen Monomeren, welche zu grösseren Molekülketten zusammengefügt werden. Schon früh begannen unsere Vorfahren aus Biopolymeren Werkzeuge, Kleidung und Baumaterialien herzustellen. Am Beispiel Holz, welches als Speer, Brennholz oder Baumaterial genutzt wurde, ist dies zu erkennen. Der Zellverband der Tierhaut wurde durch den Gerbungsprozess stabilisiert und haltbar gemacht - aus der Haut wurde widerstandsfähiges Leder. Den ersten synthetisierten Kunststoff der Menschheitsgeschichte lieferte die Birkenrinde. Durch Trockendestillation der Rinde wurde im Anschluss Birkenpech gewonnen, welches neben den Neandertalern auch dem steinzeitlichen Homo sapiens als Klebstoff, unter anderem für die Werkzeugherstellung, diente. Im 17. und 18. Jahrhundert brachten Naturforscher aus milchigen Baumsäften gewonnene, elastische Massen aus Malaysia und Brasilien mit. Für diese wurde in Deutschland der Begriff Gummi eingeführt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich eine rasch wachsende Gummi-Industrie. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Wissen über die chemischen Grundlagen hinter den Kunststoffen stark ausgebaut. Mit dem wachsenden Industriefeld der anorganischen Chemie, also der Chemie der Kohlenwasserstoffe, spielten Kunststoffe einen immer wichtigeren Teil in unserer Gesellschaft. Kunststoffe lassen sich in drei Kategorien unterteilen. Nach ihrem thermischmechanischen Verhalten lassen sie sich in Duroplasten, Elastomeren und Thermoplasten einordnen. Duroplastische Kunststoffe sind enorm hitzebeständig und spröde. Durch ihre raumvernetzten Makromoleküle lassen sie sich nach der Aushärtung kaum noch bearbeiten. Aufgrund ihrer Hitzebeständigkeit werden Duroplaste häufig bei Elektroinstallationen verwendet. Thermoplasten dagegen bestehen aus unvernetzten Polymeren. Werden diese erwärmt, sind sie leicht formbar und lassen sich in jede beliebige Form bringen. Die meisten der heute verwendeten Kunststoffe fallen unter diese Gruppe und werden folgendermassen benannt: Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol oder Polyester. Für beispielsweise einfache Konsumwaren undVerpackungenwerdensieebensohäufigeingesetzt, wie für technische Teile in der Automobilindustrie. Elastomere bestehen aus weitmaschig vernetzten Polymeren. Dadurch können diese ihre Form unter Druck oder Zug kurzzeitig verändern. Nach Beendigung von Druck oder Dehnung nimmt das Elastomer seine ursprüngliche Form an. Zu den Elastomeren gehören alle Arten von vernetztem Kautschuk. Sie werden beispielsweise für Reifen und typische Gummiproduktewie Chemikalienhandschuheverwendet. Immer mehr kommen auch Kunststoffe auf den Markt, welche auf Basis nachwachsender Rohstoffe erzeugt werden. Diese sind deshalb allerdings nicht unbedingt biologisch abbaubar, da die Polymerisation aus Pflanzenölen, Cellulose oder Tierfetten genauso chemisch stabile Kunststoffe entstehen lässt wie herkömmliche, auf Erdöl als Grundstoff basierende Verfahren. So ist beispielsweise unser doppelwandiger CSA Coffee to go Becher aus Biopolymeren hergestellt.

86 87 F U N D S TU E C K# 5 2 : C O F F E E 2 G O B E C H E R Doppelwandiger Coffee to go Becher mit 400 ml Inhalt . Mit Rundumdruck und haptischem 3D - Effekt ist dieser Becher im CSA- Design wirklich besonders . Der Hintergrund wirkt wie ein Sternenhimmel und durch den 3D - Effekt scheint der Astronaut und die Planeten förmlich von dem Becher abzuheben . Entdeckt: 1907 Entdeckt von: Emma FACTS Geo-Koordinaten: 40° 43’ N, 74° 0’ W Materialzusammensetzung: Biozirkuläres Material Größenangaben: 15,5 cm x 9,5 cm x 9,5 cm

88 89 F U N D S TU E C K# 1 6 : TR I TA N F L A SC H E Trinkflasche im minimalistischen Design - perfekt für eine Weltraumfahrt . Leichte Flasche aus Tritan mit einem Schraubdeckel . Dieser verfügt über eine Silikondichtung , einen Tragegriff für den leichteren Transport und einer Deckelkappe aus Bambus -Holz . Auf der Flasche wurden ebenso die drei Buchstaben CSA aufgedruckt . Entdeckt: 09.04.1980 Entdeckt von: Steven Baumgaertner FACTS Geo-Koordinaten: 51° 31’ N, 0° 7’ W Materialzusammensetzung: Tritan Größenangaben: 26,4 cm x Ø 7,3 cm, 870 ml

90 91 F U N D S TU E C K# 20 : S P O RT F L A SC H E Vor allem in Vorbereitung auf die anstehende Weltraummission werden die Astronauten ein umfassendes Trainingsprogramm absolvieren . Dabei darf eine passende Sportflasche nicht fehlen , hier mit silbernem CSA- Druck . Die Flasche besitzt einen Schraubverschluss , wobei der Deckel mit einem Magneten zum Arretieren am Deckel versehen ist . Noch dazu ist der Deckel mit einem coolen Doming Sticker veredelt . Entdeckt: 06.09.1903 Entdeckt von: Rebecca Kettenmann FACTS Geo-Koordinaten: 51° 31’ N, 0° 7’ W Materialzusammensetzung: Kunststoff, Tritan Größenangaben: 24,2 x 8 x 10 cm

92 93 F U N D S TU E C K# 7 9 : S P A C E S H U TT L E Wir haben den wahrscheinlich bedeutsamsten Fund gemacht : ein detailgetreues Spaceshuttle , wie es auf dem Mars auszusehen hat . Ganz nach dem Ab bild unser Missionsrakete . Wer weiss , vielleicht kann uns dieser Shuttle bei unserem nächsten Marsbesuch die Zeit vertreiben ? Entdeckt: 1974 Entdeckt von: Melina Lukasseck FACTS Geo-Koordinaten: 55° 44' N, 9° 7’ O Materialzusammensetzung: Kunststoff Größenangaben: 10,5 x 15 x 1 cm

94 95 F U N D S TU E C K# 7 8 : Z A U B E RW U E RF E L Was ist denn da versteckt ? Gefunden wurde ein Zauberwürfel in CSA- Optik . Jede Seite ist nicht nur in einer anderen Farbe , sondern auch mit einem anderen Motiv versehen . Der Würfel scheint ein Gegenstand zu sein , der gerne für Kopfarbeit genutzt wird , da es zu viele Möglichkeiten gibt , die Motive verständlich zu erkennen . Entdeckt: 1974 Entdeckt von: Melina Lukasseck FACTS Geo-Koordinaten: 50° 0' N, 8° 16’ O Materialzusammensetzung: Kunststoff Größenangaben: 5 x 5 x 5 cm

‘ 0 9 H Ä R T E S T E S MA T E R I A L A L S B E H Ä L T E R F Ü R D E I N E S P E I S E N ! 96-105

98 99 P O R Z E L L A N P O R C E L A I N Plötzlich tauchte da ein Werkstoff aus dem Fernen Osten auf, der in Europa völlig unbekannt war. Die feine Unterart der Keramik: Porzellan, das aufgrund seiner Zartheit, Stabilität und Transparenz auch das "Weisse Gold" genannt wurde,begeistertedieAdelshäuser.ZudemwurdedieHerstellungüberJahrhunderte geheim gehalten, was die feinen Erzeugnisse nur noch begehrter machte. Im Gegensatz zum niedrig gebrannten Steingut und dem höherwertigen, aber weniger kreativen Steinzeug, kannte man in Europa höchstens die Fayencen. Aber kein Material war so widerstandsfähig und gleichzeitig so fein und reinweiss wie Porzellan. Die zwar wasserdichte, aber einfachere und weniger stabile Keramik besteht aus D A S J A H R 1 6 0 0 WA R I N S A C H E N H A N D E L E I N E A U F R E G E N D E Z E I T groben Tonerden. Das Geheimnis des "Weissen Goldes" hingegen ist sein Bestehen aus der sortenrein verwitterten, eisenfreien Tonart aus Kaolin, der sogenannten Porzellanerde. Weitere Bestandteile sind Feldspat und Quarz. Dieser schmilzt bei den sehr hohen Brenntemperaturen von bis zu 1.500°C vollständig aus und macht die Keramik so hart und gleichzeitig durchscheinend, ein Merkmal besonders hochwertigen Porzellans. Im Unterschied zu Keramik wird Porzellan gegossen, die komplexe Verarbeitung macht es im Gegensatz zu einfacher Keramik so teuer. Der Ursprung des Porzellans liegt im 7. Jahrhundert in China. Erst über 700 Jahre später brachte der Abenteurer Marco Polo erstmalig das edle Material, das die Chinesen als Tafelgeschirr nutzten, mit nach Europa. Gleichzeitig bekam Porzellan in seiner Heimat unter der Ming-Dynastie durch besonders feine Dekore, Farben und Verzierungen einen neuen Schub, der in seiner Begehrtheit bis heute anhält. Erst im 18. Jahrhundert gelang es in Meissen, die Rezeptur zu entschlüsseln. Nun war der Siegeszug durch die europäischen Adelshäuser nicht mehr aufzuhalten, nach und nach entstanden die ersten Manufakturen in Deutschland, Österreich und England. Seit Gründung der "Königlich-Polnischen und Kurfürstlich-Sächsischen PorzellanManufaktur" kennzeichnen beispielsweise die gekreuzten Schwerter des Kursächsischen Wappens das kobaltblaue Markenzeichen der Manufaktur, Meissener Porzellanqualität. Aufgrund seiner Zartheit vornehmlich für Desserts und Kaffeetafeln verwendet, wird Porzellangeschirr oft über Generationen weitergegeben, seine Langlebigkeit macht es so nachhaltig. Mit seinen edlen Eigenschaften löste es nicht nur das Goldgeschirr am Hofe ab, sondern wurde schnell zum hoch geschätzten, diplomatischen Geschenk. So überreichte noch der ehemalige Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit den Obamas bei seinem Staatsbesuch vor einigen Jahren Porzellan aus der königlichen Porzellan-Manufaktur. Königlich ist auch die Porzellantasse mit Hexagonalstruktur. Das Besondere ist das ungewöhnliche Design. Das Äussere scheintanAsphaltzuerinnern. EsschimmertleichtundhateineangenehmeHaptik. Das CSA-Logo thront vertikal darauf und das Innere der Tasse hat eine einzigartig spiegelnde Glasur. Perfekt für die nächste Mission und ein absoluter Hingucker.

100 101 F U N D S TU E C K# 6 8 : TA SS E Optisch wirkt diese schwarze Tasse wie ein geschliffener Diamant . Das extravagante Design ist mit einem weissen CSALogo Schriftzug veredelt . Das Innere der Tasse ziert spiegelndes Nanometall in dunklem Grau , was ihr noch einen weiteren Hauch Eleganz verleiht . Mit ihren 0 , 4 Litern Fassungsvermögen bietet sie Raum für jedes beliebige Heissgetränk . Entdeckt: ca. 906 n. Chr. Entdeckt von: Bjoern Kaiser FACTS Geo-Koordinaten: 35° 51’ 41.976” N, 104° 11’ 43.429” E Materialzusammensetzung: Porzellan Größenangaben: Ø 9 cm, 400 ml

102 103 F U N D S TU E C K# 69 : K E RZ E CSA-Tischlicht , welches leuchtet , wie die Sterne des Universums selbst ! Umfasst von schwarzem Porzellan mit weissem CSA- Logodruck wertet diese Kerze jede Tischdekoration auf . Die Innenseite des Lichts ziert spiegelndes Nanometall in dunklem Grau . Der elegante Porzellanbecher kann nach Ab brennen der Kerze mit einem Teelicht bestückt werden . Entdeckt: vor rund 5000 Jahren Entdeckt von: Michael Bienert FACTS Geo-Koordinaten: 41° 53‘ 35.16 N, 12° 28‘ 58.08 E Materialzusammensetzung: Porzellan Größenangaben: Ø 9 cm

104 105 F U N D S TU E C K# 62 : SC H A L E Eine besonders langlebige Schale , die sowohl für frisches Essen als auch zur Vorbereitung für Essen dient . Die Schale hat ein Fassungsvermögen von 8 50 ml und einen Durchmesser von ganzen 1 7 cm . Die drei Buchstaben CSA prägen die Schale . Bedeutsam ist auch , dass die Schale vollkommen kratzfest ist und vermutlich nicht nur einmal existiert . Entdeckt: um 6. Jahrhundert v. Chr. Entdeckt von: Michael Bienert FACTS Geo-Koordinaten: 41° 53‘ 35.16 N, 12° 28‘ 58.08 O Materialzusammensetzung: Porzellan Größenangaben: Ø 17 cm, 850 ml

GLAS ‘ 1 0 B E H A L T E D E N D U R C H B L I C K ! 106-113

108 109 D E F I N I E R T W I R D G L A S A L S G E F R O R E N E , U N T E R K Ü H L T E F L Ü S S I G K E I T G L A S G L A S S Durch die Schmelzung von verschiedensten Stoffen kann Glas erzeugt werden. Definiert wird Glas als gefrorene, unterkühlte Flüssigkeit. Thermodynamisch sind damit alle Substanzen gemeint, welche geschmolzen und entsprechend schnell abgekühlt werden. Durch die kurzfristige Abkühlung bilden sich zwar Kristallkeime, jedoch kein für einen Feststoff typisches, ausgereiftes Kristallgitter. Aus diesem Grund ist der molekulare Aufbau von Glas mit dem einer hochviskosen Flüssigkeit vergleichbar. Es ist nicht genau bekannt, wann der Mensch das erste Mal Glas herstellte. Die frühesten Funde sind auf 3.500 vor Christus datiert. Ein Jahrtausend danach entstand in Griechenland, Ägypten, China und Nordtirol unabhängig voneinander eine Glasproduktion. Vermutlich entstand das erste Glas beim Brennen von Töpferwaren. Dafür reichten kalkhaltiger Sand, Salz und ein etwas zu heisser Ofen und schon war die Keramik mit einer Glasur versehen. Das erste Glas ohne Keramikunterlage wurde 1.500 vor Christus hergestellt. Dabei musste das flüssige Glas zunächst von 1400 auf 900 Grad abkühlen, danach wurde es um einen Sandkern herum modelliert. Dies wurde mit einer Stange realisiert, erst später kam man darauf, das Glas zu blasen, um dünnwandige Formen realisieren zu können. Zunächst wurde das deutsche Glas in Wanderglashütten gefertigt. Die Glasmacher liessen sich in den deutschen Mittelgebirgen, dem Thüringer Wald, dem Schwarzwald, dem Böhmerwald und im Fichtelgebirge nieder. Der Grund: Hier fanden sie genug Holz für ihre Schmelzöfen. Oftmals war das produzierte Glas grünlich. Das lag nicht an einer künstlichen Einfärbung, sondern an den verwendeten Rohstoffen, dem Sand und der Pottasche. Diese wurde aus Eichen- und Buchenstämmen hergestellt, welche verbrannt wurden. Die Asche wurde in den "Pötten" ausgelaugt, sodass die Pottasche, hauptsächlich Kaliumcarbonat, übrigblieb. Wenn der Wald um eine Glashütte abgeholzt war, musste die Wanderglashütte weiterziehen. Erst ab dem 17. Jahrhundert wurden die Glasmacher sesshaft. Heute findet Glas nicht nur klassisch als Dekoration oderFensterglasAnwendung,sondernkommtvielfachals Komponente technischer Errungenschaften zum Einsatz. So finden Glasfasern ein breites Anwendungsfeld. Als Isolationsschicht, als leuchtende Glasfaser oder Glasfaser zur Datenübertragung im Internet. Auch dabei werden Lichtimpulse weitergeleitet. Natürlich muss das Glas hierzu eine enorme Reinheit haben. Ein zwanzig Kilometer dicker Block davon muss genauso transparent sein wie eine Fensterscheibe. Wenn Glas besonders dünn ist, ist es ebenfalls elastisch. Heute kann man Dünnglas herstellen, das weniger als 0,3 Millimeter stark ist. Vor allem für Touchscreens und Displays wird dies genutzt. Auch unsere Glastrinkflaschen profitierten von der Entwicklungsgeschichte dieses Materials um die Jahrtausendwende. Überzeugt euch selbst!

111 110 F U N D S TU E C K # 1 4 : TR I NKF L A SC H E + S H O RTS TR A P Glasflasche mit Kunststoffverschluss . Der obere Deckel ist zum direkten Trinken abschraub bar . Auch der untere Teil kann abgeschraubt werden und man erhält eine Art Trinkgefäss . Neben dieser Glasflasche wurde noch ein Karabiner mit Ring entdeckt . Vermuteter Einsatzzweck ist die Befestigung an der Flasche , wodurch die Flasche wiederum überall befestigt werden kann . Entdeckt: 06.09.1903 Entdeckt von: Simon Merkel FACTS Geo-Koordinaten: 51° 31’ N, 0° 7’ W Materialzusammensetzung: Glas Größenangaben: 26 x Ø 7,3 cm, 450 ml

112 113 F U N D S TU E C K# 1 0 : ECHTGL ASF L ASCHE C O L A R E Colorierte Glasflasche mit metallenem Schraubverschluss . Die Flasche hat ein Volumen von 600 ml und ist auslaufsicher . Drei Farben sind entdeckt worden : grün , transparent und schwarz . Auf der Front ist das CSALogo aufgedruckt . Entdeckt: 200 v. Chr. Entdeckt von: Melina Lukasseck FACTS Geo-Koordinaten: 46° 11’ 31’ N, 9° 1’ 24’ O Materialzusammensetzung: Glas Größenangaben: 25,3 cm x Ø 7,2 cm, 600 ml

‘ 1 1 ASTROKOST H O L D I R D E I N E N E N E R G I E S C H U B F Ü R U N T E RW E G S ! 114-125

116 117 W I E S I E H T A S T R O N A U T E N A H R U N G A U S , WA N N WU R D E S I E E R F U N D E N ? A S T R O K O S T S PA C E F O O D Auch die Astronauten im All müssen selbstverständlich Mahlzeiten zu sich nehmen und ausreichend mit wichtigen Nährstoffen versorgt sein. Aufgrund der im All herrschenden Schwerelosigkeit können keine herkömmlichen Spaghetti mit Tomatensosse und extra viel Parmesan serviert werden. Aber wie sieht die Astronautennahrung dann aus und wann wurde sie erfunden? In den 1960er-Jahren, der Zeit zwischen dem ersten Menschen im All und der ersten Mondlandung von Apollo 11 wurde die sogenannte Astronautennahrung entwickelt. Das erste "Space Food" waren gepresste Energiewürfel, welche die Astronauten mit den nötigen Fetten, Proteinen und Vitaminen versorgen sollten. Als Getränk gab es sterilisierten Apfelmus, welcher der Konsistenz von Zahnpasta sehr nahekam und in Aluminiumtuben abgefüllt war. Das Hauptkriterium der Nahrung lag darin, dass diese leicht verträglich sein sollte. Später wurden aus den kleinen Energiewürfeln getrocknete Speisen in Plastikbehältern, welche vor dem Verzehr mit Wasser zu einer Mahlzeit geformt werden mussten. Aufgrund des starken Knochenabbaus in der Schwerelosigkeit waren diese mit einem besonders hohen Anteil an Kalzium versetzt. Seither hat sich in puncto Weltraumernährung jedoch einiges getan. Mittlerweile sind namhafte Sterneköche unermüdlich am Werk, um ein perfektes Feinschmecker-Menü für die Astronauten der internationalen Raumstation zu zaubern. Dieser Aufwand muss sich lohnen, schliesslich kostet die Lieferung von 1 kg Ware zur ISS rund 2.250 EUR. Die Astronauten können also vor ihrer Reise ins All ihre Weltraummenüs aus rund 74 Speisen und 20 Getränken zusammenstellen. Diese Mahlzeiten werden von Ernährungsexperten auf ausreichend Nährstoffe überprüft, da die Menschen in der Schwerelosigkeit deutlich weniger Hunger und Durst verspüren als auf der Erde. Somit müssen sie speziell darauf achten, ihrem bereits angestrengten Körper genügend Nahrung zuzufügen, um den Umweltfaktoren weiter standzuhalten. Die Köche müssen desweiteren besonders auf die Zutaten der Mahlzeiten achten. So darf zum Beispiel kein Salz verwendet werden, da dies den Knochenschwund weiter verstärkt. Ebenso müssen Sossen und Suppen zu einem dicken Brei verarbeitet werden, da sich keine Tröpfchen lösen dürfen, die die Bordgeräte beschädigen könnten. Auch auf krümellastiges Brot sollte aus Sicherheitsgründen verzichten werden, da dies die Elektrik beschädigen könnte. Zuletzt werden auch Gewürze mit einer Flüssigkeit gemischt, damit auch diese sich nicht selbstständig machen und herumfliegen. Eine Menge, worauf ein Weltraumkoch hier achten muss. Die CSA nimmt vor allem leckere kleine Smarties und Gummibärchen mit auf ihre Mission, um die gesamte Crew mit etwas Zucker fit zu halten. Aufgrund ihrer festen Konsistenz sowie ihrer langen Haltbarkeit eignen sie sich optimal für einen langen Aufenthalt im All. Und das Beste: Sie sind superlecker!

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