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Mittwoch, 13-10-2021

Reden mit Crimex

In der Branche als mindestens provokant bekannt, steht der Werbemittelhändler Crimex auch seit vielen Jahren für ausgefallene Ideen. Zeit, sich im Podcast auch mal mit dem Wettbewerb auszutauschen!

Im vierten Podcast trifft sich Steven Baumgärtner mit Claus Roeting, dem Geschäftsführer von Crimex, seit über 20 Jahren kompetenter Ansprechpartner für ausgefallene Werbemittel. Ungetreu dem Motto des Podcasts „In Bewegung“ dieses Mal ganz immobil und gechillt in einem Hamburger Garten, dafür aber mental umso beweglicher, wie man es von beiden kennt und erwartet. Wie, der spricht mit der Konkurrenz? Nein, mit Kollegen, und lieber mit- als übereinander!

 

Wir wollen ihn jetzt nicht norddeutschen Rotzlöffel nennen, aber als mindestens provokant ist er in der Werbemittelbranche mehr als bekannt geworden. Ob er Apps „Schüttel dir einen“ nennt, im Blaumann als Toilettentechniker über die PSI stapft, um QR-Codes mit Jobanzeigen zu verteilen, oder aber gleich wegen zu lauter Musik fast von der Messe fliegt. Claus Roeting und Crimex stehen dafür, immer ein bisschen anders zu sein. So war auch das Kennenlernen in Italien der beiden Geschäftsführer eine Anekdote wert - Der eine besonders stark Online, der andere im Full Service, sind sie sich kaum Konkurrenz und der Austausch ist bis heute immer nett und kollegial geblieben.

 

Mit Fullmex erweitert Crimex sein Geschäftsfeld jedoch auch um eigenen Full Service, der in seiner Komplexität auf jeden Fall Respekt abringt, wie Roeting zugibt. Aus diesem Grund ist er auch nicht weltweit tätig, sondern am liebsten nur in Europa. Die Agentur hat aber festgestellt, dass immer mehr Industriekunden bevorzugen, Personal abzubauen und Lagerhaltung, Shoplösungen, Logistik usw. outzusourcen. Seit beinahe zwei Jahren setzt Crimex einen mittlerweile sechsstelligen Betrag und zwei Programmierer ein, die ein Tool entwickeln, das nicht auf die heterogenen Daten der Lieferanten zurückgreifen muss, sondern auf Basis von Matching-Technologie die richtigen Artikeldaten selbst zieht, um ein immer perfektes Ergebnis für den Kunden auszugeben. Junge Kunden werden sich in Zukunft hier vielleicht ihr Produkt selbst konfigurieren, die wirklich großen, herausfordernden Aufträge wie Sonderproduktionen kommen aber weiterhin mündlich und per Telefon.

 

Natürlich kommt das Gespräch auch auf den Berg von einer Million Pfennigen, die Claus Roeting im Keller hortet. Die sollen irgendwann in Euros umgewandelt werden, seitdem ist der Unternehmer auf der Suche nach Abnehmern, die seinen Schatz in ein kleines Vermögen wandeln, indem sie ihn ebenfalls als ungewöhnliche Werbeidee einsetzen. Absolut nicht blöd, aber doch auch standesgemäß durchgeknallt. Die Idee kann Roeting freigiebig teilen, wer sonst hat schon so einen Berg im Keller und könnte sie nachmachen?

 

Neben vermeintlichen Spinnereien bleibt Crimex aber flexibel und mindestens am Zahn der Zeit, wenn nicht ihr voraus. Geht der Trend in der Branche in Richtung Full Service, Internationalisierung und Konsolidierung konzentriert sich das Unternehmen auf optimale Suchmaschinenoptimierung und mutige Investitionen, um weiter ganz vorn mitspielen zu können.

 

Stolz ist Roeting auch darauf, in der schwierigen Coronazeit weiterhin 75 Mitarbeiter zu beschäftigen und sein Unternehmen in den schwarzen Zahlen zu halten. Möglich war das unter anderem, indem alle Bürostandorte geschlossen und den Mitarbeitern innerhalb kürzester Zeit Home-Office möglich gemacht wurde. Trotz der wohl auch gewollt provokanten Außenwirkung steht das Unternehmen auf sicheren Beinen, mit dem eigenen Sohn steht auch der Nachfolger schon in den Startlöchern. In Zukunft will Claus Roeting sich auf seine Steckenpferde IT und Marketing konzentrieren, den Vertrieb übernimmt mit Stephan Voepel seit diesem Jahr ein neuer Abteilungsleiter.

 

Generell ist der Unternehmer pro Home-Office. Auch wenn er einräumt, dass nicht alle Mitarbeiter von zuhause optimal arbeiten können, sieht er doch große Vorteile wie gesparte Fahrtzeiten in dem Konzept. Vor allem die jungen Leute, die sich online ganz anders bewegen, brauchen in Zukunft wohl viel weniger den persönlichen Kontakt im Büro, stellt er nicht ganz sorglos fest.

 

Ganz großer Aufreger für ihn ist die schleppende Digitalisierung in Deutschland. Selbst in Südamerika groß geworden, regt er sich über die oft behäbige und überhebliche Art der Deutschen auf. Wer sich auf alten Erfolgen ausruht, läuft Gefahr, neue Entwicklungen zu verpassen und von den seiner Meinung nach unterschätzten Nachbarn überholt zu werden, befürchtet Roeting. Im Ausland werde er ständig gefragt, was die deutsche Politik mit ihrem europaweit nicht vergleichbar schlechten Netz denn da eigentlich treibe in Sachen Digitalisierung? Und von Bio-Siegeln will er in unserem Talk gar nicht erst anfangen.

 

Sehr spannend, diesen beiden sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten zuzuhören, die aber doch beide mit ihrem Konzept und auf ihre Art sehr erfolgreich sind und eine klare Vision verfolgen. Warum soll man sich auch was wegnehmen, Kekse gibt es doch genug… Hä? Reinhören!

 

Hier lang: https://bit.ly/Podcast_mit_Crimex


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